Saxifragales > Crassulaceae > Jovibarba globifera ssp. hirta

Kurzhaarige Kugel-Fransen­hauswurz

(Jovibarba globifera ssp. hirta)

VII — X Home trockene Felsfluren, lückige Trockenrasen
10 — 30 cm indigen LC
Standort
Synonyme: Diopogon hirtus, Sempervivum adenophorum, Sempervivum globiferum ssp hirtum, Sempervivum hirtum. Chamaephyt, coll-sa. Die Rosettenblätter sind unterhalb der Mitte am breitesten. Die Blüte ist 6-zählig, glockig zusammenneigend. Die Kronblätter sind am Rand deutlich gefranst. Kelch, Kronblätter, Staubfäden und Fruchtknoten sind drüsenhaarig (Lit). Die geschützte Art kommt in Kärnten, Steiermark, Ober- und Niederösterreich, Wien und Burgenland im alpinen Naturräum und in der Böhmischen Masse vor. Im pannonischen Raum ist sie gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Rosette
Leider ohne Blüten — ist aber die einzige im Burgenland vorkommende Jovibarba-Art und da in St. Margarethen im Burgenland gefunden, wird´s wohl diese Art sein.
 
Rosette
Aufnahmen: 17.07.2012 St. Margarethen

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1048. S. hirtum L. (S. globiferum Kram, non Sims. Kurzhaarige H.)
Wurzel spindelig-ästig, dünn, zerbrechliche Stämmchen treibend, die einen Rasenpolster, Anfangs kugeliger, später halbkugeliger Rosetten tragen. Stengel 0,5—1,5' hoch, aufrecht oder aufsteigend, dick, blassgrün, sammt Blüthenstielen und Kelchen kurzbehaart. Blätter bleichgraugrün, an der Spitze meist purpurroth, ganzrandig, die der sterilen Rosetten länglich oder länglich-lanzettlich, spitz, gewimpert, sonst beiderseits kahl, die der blühenden Stengel meist verwelkt. Stengelblätter gedrungen, sitzend, aus herzförmiger Basis lanzettlich, eilanzettlich oder dreieckig-eiförmig, zugespitzt, die oberen an Breite und Grösse zunehmend, beiderseits kurzhaarig und gewimpert, die unteren unterseits oder beiderseits kahl. Blüthen in endständigen, einseitswendigen Trugdolden. Blüthentheile 6zählig. Staubgefässe 12. Griffel 6. Kronblätter gelblich weiss, glockig-aufgerichtet, lineal-lanzettlich, am Rande fransig-geschlitzt, vorne 3spitzig, 2 mal länger als der Kelch. Unterweibige Schuppen kurz, rautenförmig.
Juli — Herbst


Auf trockenen, steinigen, kurzgrasigen Abhängen, auf Felsenschutt, in Holzschlägen, besonders in Föhrenwäldchen der Kalkgebirge und Voralpen des Traunkreises und Salzkammergutes. Auf Voralpen um Weyr, am Sensengebirge, in der Polsterlucken im Hinterstoder, am Kasberge, auf abgestürzten Felsentrümmern des Schwarzenberges bei Spital am Pyhrn, auf Dolomitfelsen bei Altpernstein, auf einem einzeln stehenden Dolomitblock im Heindlbache nächst der Schmiedleithen zu Leonstein. Auf Alpen zwischen Gmunden und Aussee (Schröckinger)."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 309), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 Letzte Bearbeitung 06.11.2026

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